Die Silberne Schar ist eine drachen-gläubige, Militäreinheit Selbions. Begonnen hat sie zunächst als eine Rekrutenlanzen im Kriegs- und Ausbildungslager Stormheart, im 8. Jahr der Angst. In eben diesem Ausbildungslager hatte die Silberne Schar mit der Schlacht von Rabadon eine erste schwere Prüfung zu bestehen. Über den folgenden ersten Winter und Frühling ihrer Existenz suchte die Schar ihren Platz in Selbion. Fündig wurden sie im Elmswald, einem am Rande des gesicherten Gebietes nördlich von Ruby Castle gelegenen Rittergutes. Unter Führung des starken und geschickten Freiherren Theoderic Aikenarm II. zu Elmshafen hatte sich das Rittergut erfolgreich dem Ansturm der untoten Horden erwehrt, doch zu einem hohen Preis. Viele Soldaten hatte das dort ansässige 42. Banner verloren. Zudem hatte sich der Freiherr, seit seine Frau an einer merkwürdigen Krankheit litt, fast vollständig aus der Verwaltung seiner Ländereien, wie auch der Führung seiner Streitkräfte zurückgezogen. So kam es, dass die Silberne Schar als eine Einheit von Spezialisten in die Reihen des 42. Banners aufgenommen wurde und mit ihren Mitglieder wichtige Positionen in Verwaltung und Militär besetzt wurden.

Auch an anderer Stelle konnten Mitglieder der Silbernen ihren Wert beweisen. So stellten sie bei folgenden  Ausbildungslagern häufig Offiziere und traten dem 10. Jahr n.M.F. ebenfalls als Lehrer verschiedener Disziplinen auf. Zudem leitete die Silberne Schar in direktem Auftrag der obersten Heeresleitung – zumeist in Kooperation mit der Faust Myrias als Vertreter des Ordens Myrias – bereits erfolgreich Sondereinsätze. Einen Großteil ihrer Mitglieder rekrutiert die Schar auf den Ausbildungslagern. Dabei spielten lediglich die Fähigkeiten und die Bekenntnis zum Ziel der Schar eine Rolle. Herkunft, Profession, Alter und Ausbildungsstand bleiben ungeachtet.

Zusammengeführt hatte die Gründungsmitglieder ursprünglich eine Vision von Myria, der sie den Auftrag entnahmen Selbion von der Plage des Untodes zu befreien. Auch einige wenige Mitglieder, die später zur Schar stießen, hatten diese Vision, die die Reflexionen eines silbernen Mondes auf einem dunkelblauen See beinhaltete. Zum Zeichen der von Myria erhaltenen Aufgabe und in Anlehnung an den Inhalt der Vision trägt die Silberne Schar das Symbol des silbernen Drachen auf blauem Grund als Wappen. Auch wenn der Erhalt der Vision nie ein notwendiges Aufnahmekriterium für neue Mitglieder war, so leitet sich aus ihr doch das oberste Ziel der Gruppe ab: Selbion vom Makel des Kalten Hauchs zu befreien. Zu diesem Ziel bekennt sich jedes Mitglied der Schar, egal ob es eine Vision erhielt oder nicht. Diese Aufgabe bedingt die Existenz der Silbernen Schar und so sie erfüllt wird, wird die Schar – zumindest in ihrer jetzigen Form und der Verpflichtung die jedes Mitglied freiwillig eingegangen ist – aufhören zu existieren.

Zur Silbernen Schar gehörten von Beginn an sowohl Menschen als auch Elfen. Ein Umstand der aus zweierlei Gründen bemerkenswert ist. Zum einen waren und sind gemeinsame Gruppierungen dieser Völker eher selten. Zum anderen ist es bemerkenswert, dass Eldar eine Vision von Myria erhalten und sich so vehement – wenn auch immer noch mit der ihrem Volk eigenen Zurückhaltung – zur Silbernen bekennen. Sie haben sich dazu entschlossen Myria als spirituelle Führerin für einen kurzen Abschnitt ihrer Reise zu akzeptieren und in Anbetracht der Freundschaft zu den Menschen ihre Gebete zu achten. Seit dem Tharbad und dem folgenden Bündnisvertrag steht die Schar als Leitbild einer Allianz von Menschen und Eldar.

Alle vollwertigen Mitglieder der Schar tragen ein Amulett, dass das Wappen der Schar zeigt und somit als Symbol Myrias auch zum Aussegnen genutzt werden kann. Die Silberne Schar ist ob der Vision als Auslöser ihrer Gründung religiös zwar auf Myria fokussiert, hat aber auch Anhänger anderer Gottdrachen in ihren Reihen. Diese, ebenso wie die Elfen der Schar auch, begleiten ihre Mitstreiter zum gemeinsamen Myriagottesdienst. Die Elfen speziell nutzen diesen Moment des Gemeinschaftsgefühls für sich. Sie sprechen gemeinsam mit den Menschen ihre Version des Myriagebets. Den Rest der Zeit verbringen sie in geduldiger Meditation, in der sie die Verbindung zu den Valyari und Gilian Ranyar im Besonderen suchen.