Ritter genießen im feudalen Selbion einen großen Stellenwert. Im Dienste der höherrangigen Adeligen, also der Barone, erhalten sie Schutz und über ein mehr oder minder großes Lehen Unterkunft und Verpflegung. Als Gegenleistung erbringen die Ritter ihren Lehnsherren militärische Dienste, etwa als Bannerherren, und verteidigen ihr Rittergut und die Baronie. Auch können Ritter Recht sprechen und den Hochadel in wichtigen Dingen beraten. Mit der Lehensvergabe nach dem öffentlichen Lehnseid obliegen dem Ritter die Verwaltungsaufgaben auf seinem neuen Land, damit einher geht meist auch die Grundherrschaft über die dort ansässigen Bürger und Bauern. Ritter ohne Lehen ziehen auf der Suche nach Abenteuern durch Selbion oder dienen an den Höfen der Barone und im kriegsgräflichen Palast in Bogenfurth.

Um in den Stand eines Ritters erhoben werden zu können, muss ein genau vorbestimmter Lebensweg beschritten werden. Der angehende Ritter hat zuerst als Page und danach als Knappe seine Befähigung zum Ritter unter Beweis zu stellen. Wurde er als würdig empfunden, erhob ein höhergestellter Adliger, der Rittervater, ihn durch das Ritual der Schwertleite in den Ritterstand. Dem Ritter obliegt nicht nur die Ausübung des Kriegshandwerks, sein Stand übernimmt in der selbiatischen Gesellschaft auch eine Vorbildfunktion, die das Edle im Menschen charakterisiert. Zu diesen Tugenden gehören vor allem Treue, Tapferkeit, Gerechtigkeit, Gnade und der Schutz der Schwachen. Der Ritter sollte ebenfalls im Sinne des Ordens den Achtdrachenglauben schützen.

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