Auch wenn die meisten Ritter und Barone bis auf wichtige Anlässe in ihren Lehen weilen, leben viele Adelige des Hofstaats entweder im Palast des Kriegsgrafen selbst oder in prunkvollen Häusern an den Hängen des Schlossbergs. Für seinen Hofstaat, seine Familie und Gäste bietet der Kriegsgraf ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm an, das die Regierungsgeschäfte und religiöse Übungen abrunden soll. Drei der fünf Mahlzeiten am Tag werden in einem öffentlichen Rahmen eingenommen, in verschiedenen Sälen des Palastes, in den Gärten, auf der Festungsmauer oder im Herzogswald. Zweimal täglich nimmt die Grafenfamilie an Andachten im nahen Achtdrachentempel teil, fährt teils mit Gefolge in Kutschen und reitet teils nur mit einer kleinen Garde. Auch Audienzen und Ratssitzungen sind meist öffentlich und damit für den Hofstaat zugänglich, nur geheime Sitzungen des Thronrats, der Heeresleitung und Privataudienzen bilden dabei eine Ausnahme. Zu den zahlreichen Vergnügungen, die das Hofleben ausmachen, zählen außerdem Theateraufführungen und Opernbesuche ebenso wie große Tjoste und Jagdgesellschaften. Auch die zahlreichen Schausteller, von Gauklern und Jongleuren über Minnesänger bis hin zu Feuerspuckern, bieten eine willkommene Abwechslung vom Alltag im vieltürmigen Bogenfurth. Rufen die Herolde des Kriegsgrafen Festwochen aus, werden Bankette und andere Attraktionen angeboten, zu denen nicht nur der Adel, sondern auch Bürger, fremde Gesandte und stets einige Bettler eingeladen sind.

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