Die Heeresakademie zu Bogenfurth ist eine Einrichtung der selbiatischen Armee und dient sowohl zur Ausbildung von Offizieren als auch zur Entwicklung von neuem Kriegsgerät. Es handelt sich dabei um die einzige Kadetten- und Offiziersschule in der Grafschaft. Notwendig geworden ist die gezielte Ausbildung von Offizieren und Offiziersanwärtern, als gerade in den ersten Jahren im Kampf gegen den Untod viele der adeligen Bannerherren und Strategen gefallen sind und die Lücken schnell, aber geeignet gefüllt werden mussten. Die Bogenfurther Armeereform beschloss dazu den Aufbau eines zentralen Instituts, das aufgrund der vergleichsweise sicheren Lage in der Hauptstadt angesiedelt werden sollte. Ursprünglich war beabsichtigt worden, die Heeresakademie in den Räumen der Zitadelle unterzubringen, die dann aber an die Heeresleitung vergeben wurden. Man einigte sich mit der nahe gelegenen Universität darauf, die leer stehende Fakultät für Astronomie zu einem symbolischen Preis von acht Goldmünzen zu kaufen, und überarbeitete die bestehende Struktur aus Hörsälen und langen Zimmerfluchten für die neuen Zwecke.

Heutzutage werden nicht nur Kadetten ausgebildet, die sich auf kommende Offizierspatente vorbereiten sollen, sondern im Rahmen von Fortbildungen auch bereits in der Armee dienende Offiziere, um bestehendes Wissen zu vertiefen. Hauptmänner der Kompanien bilden dabei den grundlegenden Ausbildungszweig, der an der Heeresakademie freiwillig angeboten wird, ab der Stabsebene des Banners aber unterliegt jeder Offiziersrang einer Aus- und Fortbildungsverpflichtung. Müssen Offiziere aus ihren Einheiten zur Ausbildung abgezogen werden, sieht das Abschlusssystem der Akademie vor, dass stets Ersatz aus neuen Absolventen angeboten werden kann, was zugegebenermaßen nicht immer gelingt. Wird bei einem Offizier für eine stationäre Ausbildung gestimmt, können für die Dauer des Aufenthalts an der Heeresakademie Wohnräume vor Ort gestellt werden, ebenso ein geringes Taschengeld und die jeweilige Kadettenuniform.