In den Jahren seit Myrias Fall und dem Einfall des Untods wurde Selbion von den umliegenden Ländern schrittweise unter Quarantäne gestellt. Auf Befehl der Herrscher von Steinbeck, Thalisien und Telep Nor wurden die Grenzen geschlossen und mit Befestigungen und magischen Mitteln versehen, um Untote und Selbiaten gleichermaßen davon abzuhalten, die gefallene Grafschaft zu verlassen. Selbions Nachbarländer sind sich sicher, dass seine Bewohner Pocken, Pest und den Untod einschleppen würden, wenn man sie nur fliehen ließe. So wurden hohe Wachtürme und Wälle an Selbions wenigen Straßen und Pfaden in die Außenwelt errichtet, wo Berge oder Gewässer eine Flucht nicht ohnehin unmöglich gemacht haben. Um die Quarantäne gewährleisten zu können sind die meisten Grenzbastionen gut mit Soldaten besetzt, zumindest in den Zeiten, in denen die Kunde von erhöhter untoter Aktivität über die Grenzen dringt. An einigen Stellen wirken auch mächtige Bannzauber, die in blau schimmernden Barrieren jedwede Grenzüberschreitung vereiteln.

Nichtsdestotrotz gibt es einige Stellen, die den Kontakt zur Außenwelt ermöglichen. In den letzten Jahren etwa wurde die Blockade des Estenensees durch die steinbecksche Flotte gelockert und ließ den Seehandel florieren. Diplomatische Delegationen Selbions reisen nun zuerst auf eine neutrale Insel im Estenen, wo sie auf Untod kontrolliert werden und dann passieren dürfen. Der Baron von Grim ließ einen Pass in die Berge schlagen und nutzt diese Nordostpassage ebenfalls für Handelskarawanen, die aber an zahlreichen Zollstationen und Grenzfestungen kontrolliert werden.  Auch die Eldar verfügen über Portale in die Außenwelt, auch wenn diese tief im Wald verborgen sind und größtenteils versiegelt wurden. Alten Legenden zufolge gibt es tief unter der Feste Greifenstolz ebenfalls ein solches Tor, doch nur wenige Bellyvelder können sich noch an Belor den Entdecker erinnern.