Ausbildungslager dienen der selbiatischen Armee dazu, neue Rekruten in zwei bis drei Lehrjahren von Bauern und Bettlern zu fertigen Soldaten zu drillen. Dabei sind die Ausbildungseinheiten in der Regel nicht an der Front oder in unsichersten Gebieten stationiert, sondern in vergleichsweise friedlichen Landstrichen. Die Lager spiegeln die Soll-Struktur eines Banners nach der Bogenfurther Heeresreform wider, ergänzen sie aber zu Ausbildungszwecken noch um weitere Lehrränge und Truppunterteilungen. Ausbildungslanzen sind etwa zum Teil nach Profession geordnet, zum Teil gemischt, oftmals aber auch kleiner als die Sollstärke von 10 Mann in den regulären Einheiten. Die einzelnen Lehrjahre stellen weiterhin Rekrutenherren und stellen die jeweils Besten der Professionen in repräsentativen und kommandierenden Positionen heraus. Den Stab des Bannerobristen, der die Ausbildungsverantwortung trägt, ergänzen Lehrmeister und deren Gehilfen, die fächerspezifisch drillen und die Rekruten auf bestimmte Situationen im Schlachtenalltag einstimmen sollen. Nach dem Abschluss des Ausbildungsbanners mit der Übergabe eines Patentes wird der Rekrut an Armeeeinheiten übergeben oder er kehrt als Bürger wieder an seinen Hof zu seiner Familie zurück.

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