Die selbiatische Armee bildet im Vergleich zur Flotte die Gesamtheit aller Landstreitkräfte der Grafschaft Selbion und umfasst mehr als 10.000 Soldaten. Damit dient jeder zehnte Selbiat in einer Einheit der Armee oder der Flotte, was Stadtwachen, Milizen und Bürgerwehren noch nicht einschließt. Oberbefehlshaber der Armee ist der Kriegsgraf höchstselbst, der aber als Stellvertreter in Übereinstimmung der Barone einen Erzmarschall einsetzt, welcher das oberkommandierende Tagesgeschäft in der Bogenfurther Zitadelle übernimmt. Der Auftrag der Armee ist der Schutz und die Verteidigung Selbions gegen innere und äußere Feinde, was den Untod und Verräter in der Grafschaft und die Tyrannen aus Steinbeck sowie deren Verbündete hinter den Landesgrenzen mit einschließt.

Grundsätzlich ist die selbiatische Armee in 13 Regimentern gegliedert, davon 11 für die Baronien und 2 Regimente für die beiden Reichsstädte Bogenfurth und Faran Aisell. Die Regimenter werden aus den einzelnen Bannern der Lehen mit jeweils unterschiedlicher Truppstärke gebildet, die in sich wiederum in Kompanien unterteilt sind. Kompanien sind in Lanzen unterteilt. Eine Lanze ist die kleinste Einheit in der Armee, die sich im Lager und auf dem Marsch ein Zelt und weitere Ausrüstung teilen. Den Bannern der Lehen werden ebenfalls Reservisten zugeordnet, die im Notfall in die regulären Ränge aufrücken, und eine Einheit bleibt bei ausgerücktem Banner zum Schutz des Lehens zurück. Um die unterschiedlich aufgestellten Einheiten mit ihren von der Lehensgröße abhängigen Mannstärke zu vereinheitlichen wurde von der Heeresleitung die Bogenfurther Armeereform entwickelt, die aber de facto nicht umgesetzt wird.

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